Dammeyer & Hoves saniert

Pressemitteilung in dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Dammeyer & Hoves GmbH & Co. KG
Amtsgericht Münster, Az: 85 IN 30/16

Bocholt – Was sich bei Eröffnung des Insolvenzverfahrend Ende Juli abzeichnete, ist nun Gewissheit. Die Sanierung des Geschäftsbetriebes der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Bauunternehmung Dammeyer & Hoves GmbH & Co. KG konnte erfolgreich abgeschlossen werden. 50 Arbeitnehmer werden weiter beschäftigt.

Ende Mai diesen Jahres musste die vor über 70 Jahren gegründete Baufirma Dammeyer & Hoves auf Grund eingetretener Zahlungsschwierigkeiten einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Münster stellen. Nachdem der Geschäftsbetrieb stabilisiert werden konnte, wurden durch die Geschäftsleitung und den vom Amtsgericht Münster eingesetzten vorläufigen Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Dr. Frank Kreuznacht aus Münster erforderliche Maßnahmen für eine langfristige Restrukturierung erarbeitet.

Hierbei zeigte sich, dass die durch die hohe Qualität der Bauausführung und die Termintreue, die Dammeyer & Hoves seit Jahrzehnten auszeichnet, aufgebauten guten Beziehungen zu den Auftraggebern eine wesentliche Grundlage für eine Sanierung darstellten.

Bestehende Aufträge konnten daher trotz der eingetretenen Schwierigkeiten weitergeführt werden. Dies galt beispielsweise für den Marktführer unter den Lebensmittel-Discountern, für den Dammeyer & Hoves in den vergangenen 30 Jahren mehr als 500 Filialen sowie div. Verwaltungsgebäude errichtet hat und die Stadt Bocholt, die die erteilten Aufträge nicht kündigten. Dr. Kreuznacht führte in diesem Zusammenhang aus, dass es gerade bei Insolvenzen von Baufirmen nicht selbstverständlich sei, dass die Auftraggeber die Bauverträge weiterführen. In diesem Fall kam erschwerend hinzu, dass im unmittelbaren Vorfeld der Insolvenzantragsstellung der Bundesgerichtshof das vorher umstrittene Kündigungsrecht des Bauherrn im Falle einer Insolvenzantragstellung für rechtmäßig erklärt hatte. Die Auftraggeber hätten daher einen erheblichen Vertrauensvorschuss geleistet, was die sehr guten Beziehungen des Bocholter Bauunternehmens zu ihren Partnern unterstreicht.

Eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Sanierung war nach den Ausführungen des Insolvenzverwalters weiter, dass es gelang, den seit Jahren defizitären Betriebsteil des Tiefbaus einzustellen. Diese erforderte erhebliche Zugeständnisse des Betriebsrates im Zusammenhang mit er Vereinbarung eines Interessenausgleichs, wodurch die Durchführung der zwingend erforderlichen Personalmaßnahmen ermöglicht wurde.

Maßgeblich unterstützt wurde die Restrukturierung auch von den beteiligten Banken und den Gesellschaftern, die neue finanzielle Mittel bereitstellen. Der Baubetrieb, der nunmehr über die Dammeyer & Hoves Bau GmbH geführt wird, konzentriert sich künftig ausschließlich auf den Hochbau.

Wir haben jetzt alle Möglichkeiten einer erfolgreichen Fortführung des Geschäftsbetriebes. Dennoch werden die nächsten Monate sicherlich nicht einfach. Gleichwohl sind wir aber überzeugt, in der jetzigen Konstellation gute Ergebnisse erzielen zu können, ist Geschäftsführer Bernd Ebbers überzeugt.

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