Pressemitteilung
Steinfurt, den 12. Februar 2026
Steinfurter Trockeneishersteller strebt Sanierung an
Die Steinfurter Trockeneisherstellerin ATES DRY-ICE GmbH hat am 16. Dezember 2025 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Münster gestellt. Ziel des Verfahrens ist die Sanierung des Unternehmens und die Erhaltung der rund zwanzig Arbeitsplätze.
Das Insolvenzgericht setzte Rechtsanwalt Dr. Frank Kreuznacht (BBORS Kreuznacht Rechtsanwälte) als vorläufigen Insolvenzverwalter ein.
Das 2010 gegründete Unternehmen produziert in Steinfurt-Borghorst Kohlensäure und Trockeneis. Der Vertrieb der Produkte erfolgt ausschließlich über das Schwesterunternehmen OKNAL Handels GmbH, welches ebenfalls in Steinfurt-Borghorst ansässig ist. Vom laufenden Insolvenzverfahren ist dieses Unternehmen nicht betroffen.
Als maßgebliche Krisenursache weist die Geschäftsführung auf einen Brand im Jahr 2022 hin, bei dem die Produktionsanlagen vollständig vernichtet wurden. Hierdurch bedingt ist es zu erheblichen Umsatzausfällen gekommen, die nicht hinreichend kompensiert werden konnten. Darüber hinaus musste die Produktion durch weniger rentable provisorische Anlagen aufrechterhalten werden, was ebenfalls zur wirtschaftlichen Schieflage beitrug.
Beraten durch Rechtsanwalt Andre Kremer, LL.M von der MÖNIG Wirtschaftskanzlei in Münster will die Geschäftsführung der ATES DRY-ICE GmbH die Restrukturierung und Erhaltung des Betriebes unter Einsatz der Instrumentarien der Insolvenzordnung zu betreiben.
Der auf Sanierungen in Krisensituationen und Insolvenzverfahren spezialisierte Rechtsanwalt und Betriebswirt Dr. Frank Kreuznacht nahm gemeinsam mit Rechtsanwalt Vey (Partner bei BBORS Kreuznacht Rechtsanwälte) unmittelbar die Arbeit auf. In einer Mitarbeiterversammlung am 23. Dezember 2025 wurde die Belegschaft über das Verfahren und dessen Zielsetzungen informiert.
Die Löhne und Gehälter werden für drei Monate über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung sichergestellt. Dieser Zeitraum gibt hinreichende Möglichkeiten, um die wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse zu analysieren und gemeinsam mit der Geschäftsführung und deren Berater Rechtsanwalt Kremer notwendige Sanierungsmaßnahmen erarbeiten zu können.
Der vorläufige Verwalter Dr. Kreuznacht geht davon aus, dass das Insolvenzverfahren zum 01. März 2026 eröffnet wird. Eine Umsetzung der Sanierung soll dann zeitnah erfolgen.
Ansprechpartner:

Dr. Frank Kreuznacht
Rechtsanwalt, Betriebswirt

Alexander Vey
Rechtsanwalt LL.M.